Sonntag, 7. Oktober 2007

BB vom 07.10.2007

Datum 07. Oktober 2007
Zeit 22:15 bis 2:15
Ort Feld bei Heidenrod
Wetter klar, horizontnaher Dunst
Seeing wechselhaft
Grenzgröße fst. 6m0
Geräte 200/1200 f/6 GSO Dobson


Nachdem mir die letzte Nacht und damit ein Treffen mit Armin und einigen anderen durch die Lappen gegangen war weil mein Sohn fieberte, wollte ich das heute nachholen. Als ich nach 22 Uhr am Beobachtungsplatz ankam fand ich erfreulicherweise Thomas aus Mainz vor, der schon eine Weile mit dem 8" Hofheim beobachtete, alleine wäre ich sicher einiges früher wieder nach Hause gefahren aber in Gesellschaft macht es ja gleich nochmal so viel Spass. Im Laufe des Abends wurde eine Vielzahl von Objekten beobachtet, viele neue waren für mich dabei. Dank Thomas konnte ich einige echte Schmankerl sehen, so z.B. die Galaxie "Mirach's Geist" oder eine H-II Region in M33. Es war schon recht frisch (lt. Messung 6° C) und so war ich froh mich einigermassen warum eingepackt zu haben und eine Thermoskanne mit Tee dabei zu haben. Nach dem Aufbau und der üblichen Justage ging es zunächst mal mit einigen Standardobjekten los...

AND
  • M31/M32/M110: Die Andromedagalaxie geizte heute nicht Details, das auffälligste Staubband war auszumachen.
  • NGC 404 Mirach's Geist: Eine Galaxie die interessanterweise sehr nah beim hellen Stern Mirach steht und deshalb sicher häufig mal übersehen wird, hat man die Aufhellung erstmal entdeckt bildet sie einen besonders schönen Kontrast zum hellen Mirach.
  • NGC 7662 Blue Snowball: Wie auch beim letzten Mal war der planetare Nebel schnell aufgefunden. In der Übersichtsvergrösserung macht er sich bemerkbar dass er beim direkten Fixieren schwächer wird, bei 120x sieht man ein hellbläulich-türkises Scheibchen, dem ich leider keine weiteren Details entlocken konnte.
TRI
  • M33: Beim ersten Aufsuchen der Gx zeigte sie sich wie meist, sehr diffus mit aufgehelltem Zentrum, ich habe immer Schwierigkeiten die Ausdehnung zu erfassen. Später als Thomas mir eine seiner sehr detailierten Zeichnungen von M33 zeigt, erklärt er mir wie und wo ich eine interessante H-II Region am Rande der Galaxie finden kann. Und tatsächlich, nach der Beschreibung finde ich schnell einen runden kleinen Nebelfleck direkt unterhalb eines schwachen Sterns. Im Laufe der Zeit zeigt sich mir auch der Ansatz des Spiralarms an dessen Ende die H-II Region liegt, ganz durchgängig bis ins Zentrum der Galaxie kann ich ihn nicht verfolgen, ein noch besserer Himmel wäre hier sicher nötig gewesen.
TAU
  • M45: Die Plejaden bekommen heute mangels Fernglas nur einen kurzen Besuch abgestattet, der brillianteste Sternhaufen aber 1200mm Brennweite sind nun mal zu viel des Guten. Die Plejaden boten aber wie immer auch schon mit dem freien Auge ein wunderschönes Juwel am Himmel.
  • M1: Der Krabbennebel zeigt sich als leicht elongierter ovaler Nebelfleck der keine Details zeigt.
HER
  • M13: Natürlich bekommt das Standardobjekt einen Besuch abgestatten, bei 120x im 10mm Speers Waler bis ins Zentrum Einzelsterne.
AUR
  • M37: Der Sternhaufen besteht aus einer Vielzahl feiner schwächerer Sterne, konzentriert
  • M36: heller als M37, weniger kompakt
  • NGC 2281: Unregelmässiger nicht konzentrierter offener Haufen, wenig imposant
PER
  • M76: Der kleine Hantelnebel ist relativ hell und leicht zu finden, bereits in der Übersichtsvergrösserung sieht man, dass er länglich ist, bei 120x und UHC Filter zeigt sich eine "erdnussartige" Form mit deutlichen Aufhellungen in den Zentren der beiden Teile, das schwache Halo das man von Fotos kennt ist erwartungsgemäss nicht zu sehen.
GEM
  • M35: Der offene Sternhaufen ist brilliant und fast noch in einem Gesichtsfeld mit dem Mars zu sehen! Direkt neben dem Haufen ist ein sehr schwacher OH aufzumachen NGC 2158 mit 8m6, der zunächst nur als Nebel wahrnehmbar ist, bei hoher Vergrösserung blitzen einige sehr schwache Sterne auf.
  • Mars: Das Scheibchen des roten Planeten ist in den letzten Wochen bereits merklich grösser geworden, als erstes fällt die nicht ganz volle Phase des Planeten auf. In den wenigen Moment grösserer Luftruhe sind immer wieder dunkle Strukturen auf der hellrosé farbenen Planetenscheibe sichtbar, eine Polkappe kann ich leider nicht ausmachen, das Seeing ist aber stellenweise richtig grauselig 120x und 240x
  • NGC 2392: Der Eskimonebel ist mein letztes Objekt des Abends kurz vorm Abbau, so bleibt nur ein kurzer Blick mit 10mm Speers Waler und UHC Filter, die nicht ganz regelmäsige Scheibe des planetaren Nebels ist relativ leicht zu finden und zu beobachten.
MON
  • NGC 2264: Eigentlich noch etwas früh im Jahr, aber der Weihnachtsbaumhaufen ist ein fantastisches Objekt und trotz des tiefen Standes wunderschön anzusehen, die typische Weihnachstbaumform ist so offensichtlich dass man auf Anhieb weiss was man da vor sich hat.
AQR
  • NGC 7293: Den Helixnebel sehe ich zum ersten Mal im 8" f/4 von Thomas, ein gigantischer PN der bei gutem Himmel und höherem Stand sicher mehr als eindrucksvoll ist, leider säuft er trotz UHC Filter schon etwas ab.
UMA
  • M81: Nachdem Ursa Major die "Talsohle" durchschritten hatte peilte ich das schöne Galaxienpaar an. M81 zeigte sich hell, leicht elongiert mit konzentriertem Zentrum, für den Spiralarm(e) war der Himmel leider nicht gut genug, vor allem nicht klar genug in dieser Tiefe.
  • M82: Die stark elongierte Galaxie sah schon in der Übersichtsvergrösserung "unruhig" im Zentrum aus, bei 120x zeigten sich ganz eindeutige Staubstrukturen im Inneren der Starburst Galxie.
CYG
  • NGC 6826: Ich hangele mich mit der Aufsuchkarte in Richtung des 'Blinking Planetary' im eigenen Gerät habe ich ihn bisher noch nicht gesehen wohl aber schon in Armins 12,5"er. Nach einiger Zeit bin ich mir sicher an der richtigen Stelle zu sein und der UHC Filter gibt mir Recht, der PN ist sehr klein und bei 120x gerade so als Scheibchen auszumachen, das Problem dass ich schon bei früheren Beobachtungen hatte habe ich auch heute wieder, bei mir "blinkt" er nicht, d.h. wenn ich ihn indirekt beobachte ist er sehr gut sichtbar und auch fast noch bei direktem Ansehen, irgendwann ist er dann weg, aber den Zentralstern mache ich trotzdem nicht aus, mag aber auch am Einsatz des UHC Filters gelegen haben, Thomas bestätigte mir auch dass er den Wechsel von Nebel und Zentralstern auch nicht sah...
ORI
  • M42 / M43: Der Himmelsjäger klettert nun endlich unaufhaltsam über den Horizont, trotz der Aufhellung durch das Rhein Main Gebiet in diese Richtung und dem Dunst, gönne ich mir einen ersten Blick auf den Orionnebel. Wunderbar, selbst bei diesem Stand sind bereits eine Vielzahl von Strukturen im Nebel auszumachen, das Trapez ist trotz miesen Seeings gut aufzulösen, M43 zeigt sich ebenfalls in seiner charakteristischen Komma-Form.
Es war ein wirklich toller Beobachtungsabend, die Grenzgrösse bestimmten wir um Polaris mit 6m, wobei Thomas ab und zu kurz einen 6m3 Stern indirekt aufblitzen sah, den konnte ich aber leider nicht entdecken. Die Vielzahl an neuen spannenden Objekten machte den Abend sehr lohnend und ich werde ein Utensil wohl nicht mehr aus dem Okularkoffer nehmen - Die Augenklappe die wirklich ein bedeutend entspannteres Beobachtung zulässt als das zugekniffene Auge. Ohne Gesellschaft hätte ich wie schon erwähnt sicher nicht vier Stunden durchgehalten zumal ich definitiv zu leichte Schuhe an hatte. So brachen wir nach zwei Uhr unsere Zelte ab und machten uns auf den Heimweg.

Freitag, 5. Oktober 2007

BB vom 05.10.2007

Datum 05.Oktober
Zeit 21:15 - 21:45 / 22:30 - 23:20
Ort Balkon in Taunusstein
Wetter klar
Seeing - - -
Grenzgröße fst 4m4
Geräte 102/1400 Maksutov auf Astro3


Nachdem die letzten Tage immer irgendetwas dazwischen kam, wollte ich nun endlich dem neuen Mak sein Firstlight geben. Leider auch heute nicht alles planmässig, Fieber beim Sohnemann fesselt mich an den heimischen Balkon, den ich bisher gemieden habe wie es nur ging. Streulicht wohin man blickt, direkte Beleuchtung einer Laterne und eingeschränkte Sicht nur nach Westen. Nun denn, Augenklappe links um das schlimmste Streulicht zu blocken und Auge dicht ans Okular.

HER
  • M13. Schon in der Übersichtsvergrösserung mit 32mm Plössl ist die charakteristische, nicht ganz runde Form schön zu erkennen. Bei 25mm blitzen bereits einige Einzelsterne insbesondere beim indirekten Beobachten auf. Die grosse Überraschung im 10mm Speers Waler: Die Form des Kugelsternhaufens ist nun hervorragend zu erkennen, die auslaufenden Sternketten, und indirekt eine Vielzahl von aufgelösten Sternen, hatte ich so nicht erwartet, erstens ob der Öffnung und zweitens wegen der doch eher schlechten Umgebungsbedinungen. Auf der Astro3 sitzt der 4" Mak nicht verkehrt, sicher nicht das Optimum, aber mangels Universalklemmung an der EQ3-2 einstweilen eine gut nutzbare Lösung.
LYR
  • M57: Der Ringnebel verträgt gerne etwas mehr Öffnung als der Mak bietet, aber vieleicht bin ich auch einfach schon öffnungsgeschädigt, trotzdem ist die Rauchringform bereits bei 25mm gut zu erkennen, bei 10mm geht ihm aber unter diesem Himmel langsam das Licht aus.
  • M56: Unaufgelöster Kugelsternhaufen mit konzentriertem Zentrum, trotz gleicher Helligkeitsangabe einfacher zu beobachten als M71 in SGE da konzentrierter, keine Einzelsterne.
CYG
  • Albireo: Einfach wunderschön, der Farbkonstrast kommt herrlich zur Geltung, ich kann mich lange nicht sattsehen.
VUL
  • M27: Der Hantelnebel zeigt bereits schön seine charakteristische namensgebende Form, Aufehllung zu den Rändern hin aber keine weiteren Details.
SGE
  • M71: Sehr diffus wirkender Kugelsternhaufen ohne markantes Zentralverdichtung, beim indirekten Sehen und Schwenken des Gesichtsfeldes noch am besten zu erkennen.
Fazit: Sein Firstlight hat der Mak im Bereich DS unter schwierigen Bedingungen gut gemeistert, es ist zwar mit Sicherheit kein ausgesprochenes Deepskygerät aber in seinem Rahmen zeigt es doch schon mehr als ich von 4" erwartet habe, die "Feuerprobe" wird er aber erst an Mars (oder dem Rest-Mond) zeigen, so fern ich ihn in den nächsten Tagen mal günstig stehend erwische. Mein Balkon erwies sich heute überraschender Weise als gar nicht sooo untauglich wie ich ihn bisher eingeschätzt habe, wobei die stark eingeschränke Objektauswahl nicht zu beheben ist, aber die Augenklappe hat mir gute Dienste geleistet und hat nun ihren festen Platz im Okularkoffer.

Sonntag, 23. September 2007

Erfahrungsbericht: TS 102/1400 Maksutov

Hersteller: TS (Markenname, baugleich Skywatcher/Syntha)
Öffnung: 102 mm
Brennweite: 1400 mm
Bauart: Maksutov
Okularauszug: 1,25"
Neupreis: ca. 230€
Noch in Besitz: NEIN 

Der TS 102/1400 Maksutov ist mein Neuzugang und soll als supertransportables Mond- bzw. Planetengerät eingesetzt werden. Dazu gabs ein 7,5mm Plössel, Sucher, Prismenschiene mit Fotoschrauben und ein 1,25" Zenitspiegel.

Seine Leistung an Mond und den Planeten ist sehr ordentlich und macht Spass. Deepsky mag nicht sein Spezialgebiet sein, aber sowohl hellere Kugelsternhaufen als auch hellere planetarische Nebel sind bereits erstaunlich gut zu beobachten, M13 zeigte mir schon einiges an Randsternen.

Die wohl am tiefsten im Gedächtnis bleibende Beobachtung war die Beobachtung des Ausnahmekometen 17P/Holmes. 

Fazit:

Ein kleiner, ultrakompakter Mak(sutov). Sein Öffnungsverhältnis macht ihn zu einem sehr speziellen Teleskop, von Vorteil war seine wirklich winzige Baulänge auf dem gleichfalls kleinen Balkon um mal einen Blick auf den Mond oder Planeten im Sichtfeld zu werfen. Für alles andere ist das Gerät einfach nicht konstruiert worden und die Alternativen sind zahlreich und besser. 

Mittwoch, 12. September 2007

BB vom 12.09.2007

Datum 12. September 2007
Zeit 22:00 bis 0:00 Uhr
Ort Beobachtungsplatz bei Heidenrod
Wetter Hochnebel
Seeing - - -
Grenzgröße 5m2 in CYG
Geräte 8" f/6 Dobson & 10x50 FG auf Stativ


Obwohl der Sonnenuntergang bereits einen nicht ganz sauberen Himmel versprach machte ich mich auf den Weg zum Beobachtungsplatz um die wolkenlose Nacht zu nutzen und in meinen Geburtstag "reinzuspechteln".
Dort angekommen nahm ich erstmal die Justage des Dobsons vor, war zwar die Milchstrasse in Zenitnähe gut und auch strukturiert zu erkennen aber die allgemeine Himmelsaufhellung war nicht zu übersehen, Dunst bzw. Hochnebel sorgte für einen dauerhaften Schleier am Himmel. Nichts desto Trotz allem war entspanntes Beobachten einiger Standardobjekte angesagt, zum Ende hin schoss ich noch zwei Fotoserien, die leider nicht sehr gelangen und es dem entsprechend auch nicht in die Galerie schafften. Wohl aber eine weitere Zeichnung die ich angefertigt habe, diesmal vom planetaren Nebel NGC 7662, auch bekannt als "Blue Snowball". 

Als erstes taute der Skysurfer zu, dich gefolgt vom Fernglas, das Speers Waler war dann das letzte und der Spiegel blieb taufrei, alsdann wurde das inwzischen wirklich nasse Equipment zurück ins Auto verfrachtet. Neben dem "blauen Schneeball" fand ich die Plejaden im 10x50 Fernglas auf Stativ in dieser Nacht am beeindruckensten.

HER
  • M13 - Bereits im Übersichtsokulare zeigten sich Randsterne, im 10mm SW war der Kugelsternhaufen dann wunderbar aufgelöst.
VUL
  • M27 - Im Fernglas leicht zu entdecken, im Teleskop ist die charakteristische Form leicht erfassbar, Details zeigten sich heute keine.
  • Collinder 399 - Der Kleiderbügelhaufen war heute Nacht im Fernglas nicht ganz so beeindruckend wie an besseren Abenden aber immer wieder ein faszinierendes Objekt.
PER
  • h+x - Auch heute wieder als eines der ersten Objekte besucht, selbst der Hochnebel konnte den beiden nicht ihren Glanz nehmen. In den Zentralbereichen der Sternhaufen waren sehr interessante Sternketten zu sehen, ich nehme an, sollte ich h+x irgendwann einmal zeichnen, muss ich mir die komplette Nacht dafür freihalten...
AND
  • M31/M32/M110 - Die Andromeda Galaxie nebst Begleitern zeigte sich heute eher von ihrer langweiligen Seite, selbstverständlich waren alle drei problemlos zu beobachten aber durch den Dunst ging doch einiges an Reiz verloren.
  • NGC 7662 - Der Blue Snowball PN ist relativ leicht aufzufinden, auch wenn mein Peiler bereits ersten Tau ansetzte, im Übersichtsokular ist der planetare Nebel leicht von den ihn umgebenden Sternen zu unterscheiden, er kann blickweise verschwinden wenn alle anderen Sterne noch sichtbar sind, ein unscharfer Stern. Im 10mm Speers Waler bei 120x ist die Scheibchenform problemlos sichbar, eine Ringform konnte ich an diesem Abend nicht ausmachen. Wohl aber die namensgebende bläuliche Färbung des Nebels, ein sehr helles blau. Ich fertigte eine Zeichnung von NGC 7662 an, zu finden in der Zeichengalerie.
TAU
  • M45 / Plejaden - Ich freue mich, dass sie nun endlich wieder über den Horizont klettern. Im 10x50 Fernglas auf Stativ sieht der Sternhaufen einfach nur brilliant aus und feinste Sterne werden auf dem Stativ sichtbar die ich freihändig definitiv nicht sehen konnte. Zwar litt auch M45 unter dem trüben Horizontdunst in dem sie hing aber einen Blick ist sie auch zu früherer Stunde schon wert.

Meine Ausrüstung an diesem Abend :)

Donnerstag, 6. September 2007

BB vom 06.09.2007

Datum 06. September 2007
Zeit 22:00 bis 0:00 Uhr
Ort Feld bei Heidenrod
Wetter durchziehende Bewölkung
Seeing - - -
Grenzgröße fst. 5m9 (Hercules)
Geräte 200/1200 f/6 GSO Dobson


Der Himmel zeigte sich heute endlich einmal wieder gnädig und so fuhr ich gegen viertel vor Zehn Richtung Beobachtungsplatz im Taunus. Dort angekommen sah ich, nun freie Rundumsicht habend, dass sich die Schleierbewölkung nur auf die Horizontnähe beschränkte und der übrige Himmel sehr ordentlich aussah, die Milchstrasse war hell und stark strukturiert zu sehen, eine GG-Bestimmung im (untergehenden) Hercules ergab 5m9, im Zenit dürfte es noch etwas besser gewesen sein. Endlich bin ich einmal wieder dazu gekommen meine Zeichenutensilien mitzunehmen, aber zunächst drehte ich eine grössere Runde am Himmel um einige Standardobjekte zu besuchen. Ich begann dann mit dem Anfertigen einer Skizze unserer Nachbargalaxie M31 und ihrer Begleiter, die ich wie auch die anderen zu Hause gleich auf den PC übertrug um zeitnah die fertige Zeichnung anzufertigen. Im Laufe des Abends zeichnete ich auch noch den wunderschönen Doppelstern Albireo und den Hantelnebel M27. Zum Ende hin waren die Plejaden bereits schön mit blossem Auge zu sehen, immer wieder ein Genuss, ich konnte auf der Heimfahrt nicht verhindern, dass ich statt auf die Strasse immer mal wieder zu ihnen geschielt hane wie sie da über den Feldern immer höher stiegen :) Mars zeigte sich als rot funkelndes Scheibchen, das aber mit keiner Vergrösserung zwischen 40 und 240-fach Details zeigte...

HER
  • M13: Im 10mm Speers Waler ein funkelnder Diamantenhaufen, wunderschön aber schon etwas niedrig für den ganz grossen Aha-Effekt
  • M92: Schwächer aber kaum minder beeindruckend als M13.
AND
  • M31/M32/M110: Plastisch und hell mit ihren beiden leicht sichtbaren Begleitgalaxien, eine vergleichsweise scharfe Abgrenzung Richtung M110 (Staubband?) heller Kern mit hellerem Aussenbereich und schwächer werdenden Ausläufern, der Länge nach gesichtsfeldfüllend. Hatte heute eindeutig ihren besseren Tag ;)
TRI
  • M33: Schwacher Kernbereich und diffuser Aussenbereich, ausgedehnt, die Form erscheint unregelmässig, die Struktur aber homogen
CYG
  • M29: wenige helle Sterne in Kastenform angeordnet, kleinerer OH, in reiches Sternfeld eingebettet
  • M39: Heller offener Haufen der aus nicht allzuvielen Sternen besteht, bei niedrigere Vergrösserung sicher noch ansehnlicher als bei 40x.
PER
  • h+x: Dürfen niemals fehlen, zwei wunderbare Schmuckkästchen, Sternketten schlängeln sich dur das Zentrum von, ööh h? x? egal, auf jedenfall immer wieder interessant.
LYR
  • M57: Bei kleinster Vergrösserung schon leicht zu erkennen, im 10mm Speers Waler ein leicht spitz zulaufender Ring mit etwas dunklerem nebulösen Zentrum.
  • M56: kleiner schwacher Kugelsternhaufen auf etwa halben Weg zwischen Albireo und dem Ringnebel, bleibt auch bei 120x unaufgelöst nur in Randbereichen sind Einzelsterne zu erkennen.
VUL
  • M27: Die Hantelform zeigt sich schon in der Übersichtsvergrösserung überdeutlich, hell, zu den "Enden" der Hantel wird der Nebel etwas heller, unregelmässige Struktur.
TAU
  • M45/Plejaden: Ein Genuss sie endlich mal wieder zu sehen, leider lag der Feldstecher heute daheim, dort sehen sie nach wie vor am schönsten aus, liesen sich ins 30mm 2" 80° Okular nicht komplett reinquetschen :)