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Dienstag, 27. August 2013

Erfahrungsbericht: Bresser N114/900 Galaxia Newton

Hersteller: Bresser
Öffnung: 114 mm
Brennweite: 900 mm
Bauart: Newton
Okularauszug: 1,25"
Neupreis: ca. 279 €
Noch in Besitz: JA

Durch einen erstaunlichen Zufall war ich gerade auf der Suche nach einem Einsteiger-Paket-Teleskop, vor allem um es den in letzter Zeit doch zahlreichen Einsteigern, die mitkamen um einen Eindruck von Teleskopen zu bekommen zu zeigen was sie erwartet sollten sie sich für ein solches Teleskop entscheiden, als dieser Bresser Galaxia buchstäblich vor meiner Nase gegen Versandkostenerstattung abgegeben wurde! Bei diesem "Preis" konnte ich schlecht nein sagen, auch wenn sich bereits ein 114/900 in meinem Besitz befindet, der allerdings dauerhaft in einen Dobson umgebaut wurde und sich von daher nur eingeschränkt dazu eignet, Einsteiger die Leistung und die Schwächen von den berühmten "Paketteleskopen" zu demonstrieren. Dazu darf er auch so gerne mal auf dem heimischen Balkon zum Einsatz kommen...



Montiert ist der Newton auf einer parallaktischen EQ-Sky Montierung, die fast zu 100% mit der 2006er Version der Astro3  identisch ist, die eine zeitlang zusammen mit dem "Lidl" 70/700 Refraktor für 70€ verkauft wurde. Die Montierung ist mit dem langen Hebel schon merklich überfordert und wird wohl bei höheren Vergrößerungen unangenehm zittern. Das Stahlrohrstativ ist dabei leider einer der Schwachstellen, obwohl sie auf den ersten Blick stabiler als das alte Alustativ aussieht. Die drei Spinnenarme sind leidlich dick, das Innenrohr wie bei fast jedem Teleskop nicht dunkel und reflexarm genug. Die Justageschrauben der Hauptspiegelzelle sind viel zu schwach und trotz Konterschrauben war die erste Justage eine wackelige Angelegenheit. Eine Hauptspiegelmittenmarkierung gibt es leider nicht, so dass hier erst einmal nach Augenmaß justiert wurde. Auch die Rohrschellen machen nicht den besten Eindruck, eine Kontermutter ist hier in jedem Fall noch nötig. Was sehr nett ist: Die EQ-Sky Montierung lässt sich auf 90° stellen und damit in den Alt-AZ Modus versetzen. 

Der Skywatcher Heritage-130P durfte auch schon kurz Platz nehmen, lässt sich mangels Drehmöglichkeit aber nicht im äquatorialen Modus nutzen, wohl aber beim "Montierungsdobson". Der Okularauszug ist sehr einfach gehalten, wie bei allen Teleskopen dieser Größen/Preisklasse, das OAZ Rohr ragt merklich zu weit in den Tubus hinein! Über die weiteren optischen Eigenschaften werde ich nach den ersten Beobachtungen berichten, erwarte da aber keine negativen Überraschungen.

Vorläufiges Fazit: Das Gerät bietet genau das, was ich von den heutigen Einsteigerpaketen kenne und erwartet habe, ein hübsches Finish und viele Probleme, denen allerdings fast allesamt mit entsprechenden Tuningmaßnahmen beizukommen ist. Ob ich diese allerdings zeitnah durchführe weiss ich nicht, soll das Instrument doch auch genau diese Schwächen zeigen - wie ich mich kenne werde ich aber nicht ewig auf meinen Händen sitzen können und die Veränderungen doch vornehmen ;)

Zu diesem Teleskop habe ich mich aufgerafft ein kleines Videoreview anzufertigen - es ist derzeit noch halbfertig aber ich binde es einfach mal hier ein - Die erste Szene hat einen Datenfehler, man kann den Sinn des Hackfleisches aber wohl grob erfassen ;)





114er reviewPre-Alpha "114/900 - Auch heute noch DAS Einsteigerteleskop - Teil I" from Benny Hartmann on Vimeo.

Montag, 27. August 2007

Selbstbau Holzstativ für die Astro3

Die neue Astro3 bzw. die 2006er Version der Lidlmontierung krankt vor allem am laberigen Stativ dass trotz seines robusten Aussehens doch nochmals merklich instablier ist als die Alustative der Vorgängerversionen (die aber auch noch genug Wackelpotential bieten).

Also versuchte ich die Montierung etwas zu optimieren indem ich das Originalstativ gegen ein selbstgezimmertes aus Holz tausche. Die Materialkosten inklusive aller Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben und der Kette belaufen sich auf knappe 12€.

Das 58x36 Fichtenkantholz (etwas Weich aber für den ersten Versuch mit der leichten Montierung sollte es genügen, falls ich einmal ein ähnliches Stativ für die bereits bedeutend schwerere EQ3-2 anfertige muss es wohl aus Hartholz sein) lies ich mir noch im Baumarkt ablängen und zwar in 3 x 800mm. Dank der neuen Bandsäge meines Vaters war das Aussägen nahezu ein Kinderspiel auch wenn ich mehrfach nacharbeiten musste... 

Nach nur etwa zwei Stunden Arbeit war das Stativ bereit zur ersten "Anprobe" und siehe da, es passte nicht nur alles zusammen, sondern stand bereits merklich sicherer als vorher da. 

Ich denke, dass ich nochmal die selbe Zeit in Feintuning und optisches Finish stecken muss. Das Gewicht des Stativs ist jetzt zwar gut doppelt so hoch, ich denke aber, dass dies durch die gewonnene Stabilität mehr als aufgewogen wird. Das Stativ wurde bewusst massiv ausgeführt, vor Allem wegen des eher weichen Kantholzes. Neben dem optischen Dingen wie Rundungen und Übergänge glatt schleifen soll das Stativ noch eine Imprägnierung erhalten.

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Die Lidlmontierung mit Originalstahlrohrstativ
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Und hier auf dem neuen Selbstbaustativ
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Das Stativ in der Draufsicht