Samstag, 28. September 2013

BB vom 27.09.2013

Uhrzeit: 21:15 - 1:30 Uhr
Wetter: Starke Cirrenbewölkung wechselnder Bedeckungsgrad, immer wieder offene Stellen
GG: fst ~5m8 an Stellen ohne Cirren

Schon vor zwei Tagen hatte ich mit Rainer telefoniert, der für Freitag eine nutzbare Nacht prognostizierte, nundenn der Tag war sonnig aber stark verzirrt und die Nacht wurde es auch, aber wer weiss ob es nochmal besser wird...Rainer und auch Andreas sah das genauso also standen wir kurz nach neun unter einem Himmel, der mehr an eine schwarz-weiß Polarlicht-Version erinnerte als an einen sternenklaren Himmel. Allerdings gab es zwischen den Cirren immer ausreichend große Lücken die in ständiger Bewegung waren, wir kamen also trotz widriger Bedingungen auf unsere Kosten.



Die Objektauswahl war relativ beschränkt, zu schnell war über die entsprechende Stelle wieder Schmodder gezogen, Hickson 10. nicht weit von NGC 404 gelegen war dann auch mein erstes Objekt das ich NICHT gefunden bzw gesehen habe. Die Karte war nicht optimal gewählt und bis ich im Zielgebiet war, war nicht mehr daran zu denken die schwachen Galaxien auszumachen.

Eine größere Lücke über Triangulum führte mich dann aber doch noch zu einem neuen Objekt. Mit dem klangvollen Namen NGC 777 ist 11m5 hell und recht einfach zu finden. Denkt man zunächst die typische strukturschwache Galaxie vor sich zu haben zeigt sich doch noch ein interessantes Merkmal: Ein merklich hellerer fast stellarer Kernbereich. Bleistift und Papier lagen schon bereit, leider blieb mir eine schwache Nachbargalaxie verborgen, die sollte aber bei besserem Himmel durchaus noch drin sein...



Zwischenzeitlich hatte ich auch das 20x80 aufs Stativ montiert und fantastische Ansichten von M45, 31, 36, 37, 38 und h+x sehen können! Rainers 12er schwächelte da bereits in Form eines zugetauten Fangspiegels, aber Rainer hat da zum Glück seine ganz eigene Methode den wieder frei zu bekommen ;)



Ich rätselte noch laut was das Zutauen des Fangspiegels begünstigt und dass mir das gerade EIN einziges Mal vor 5 oder 6 Jahren mit dem 8" Volltubus passiert sei, da war auch schon das Undenkbare eingetreten - Mein FS war dicht!! :O Viele viele nasse Nächte war ich draussen, aber der FS war bisher IMMER frei geblieben - heute war es dann endlich soweit :D Der Grund wurde uns auch bald klar, der Nebel der sich unter uns im Tal gesammelt hatte, zog mit atemberaubender Geschwindigkeit den Berg hinauf, innerhalb von 10min waberte er uns um die Knie, ein schon einige Meter entfernt stehendes Schild war ganz klar im unteren Teil in der Nebelsuppe. Der Mond und Jupiter direkt daneben schoben sich ebenfalls über den entfernten Wald. Bei Rainer durfte ich noch G1 schauen und natürlich waren auch der Mond selber (stilecht mit [OIII] Filter, jaaa daran erkennt man, dass hier ein echter Deepskyjünger Mond guckt ^^) und Jupiter noch einen Blick wert. Lustig war der letzte Blick auf den Cirruskomplex, den hellen Mond bereits im Rücken aber noch alles perfekt zu sehen, sogar Triangular Wisp.






Gegen 1:30 Uhr war dann aber wirklich Schicht und wir begannen mit dem Abbau. Abschliessend waren wir doch mehr als froh die Nacht genutzt zu haben, es war etwas anspruchsvoller als sonst, denn die Objektauswahl musste immer wieder kurzfristig angepasst werden, aber in den guten Momenten waren die visuellen Erlebnisse nicht zu verachten.



>>BB: Nebel im Nebel<<

Dienstag, 24. September 2013

BB vom 24.09.2013

Ort: Bleidenstädter Heide
Uhrzeit: 21:00 Uhr bis 22:20 Uhr
Wetter: wolkenlos, schmierig und sehr feucht 12° C
GG: fst ~ 5m7-5m8

Durch die Sommermonate verwöhnt schaute das Wetter die letzten zwei Wochen nicht gerade rosig aus, aber was solls - ist ja eh kein Neumond - nun ist er aber nicht mehr so fern, aber das Wetter bleibt unsicher. Deswegen dachte ich mir: Nutz doch lieber auch die kurze Lücke die sich da heute auftut bevor der Mond wieder da ist.

Besonders toll war der Himmel heute wirklich nicht, zwar zeigte sich die Milchstraße im Zenit gar nicht mal schlecht, aber gen Osten/Perseus heftiger Siff, aber auch in die anderen Richtungen konnte man horizont"nahe" Beobachtungen knicken. Aber egal, mein Ziel lag im Westen und noch hoch genug über den ganz schlechten Luftschichten. Sebl erwähnte vor einigen Wochen eine schwache Galaxie, bei der er sich noch arg unsicher war, ich versprach ihm damals die Galaxie ebenfalls mal aufzusuchen. Die Galaxie NGC 6487 liegt im Herkules und hat eine Helligkeit von knapp 12m (je nach Quelle zwischen 11m9 und 12m4). Aufsuchkarten (drei an der Zahl) hatte ich schon vor Wochen in den Koffer gelegt, aber vor diesem Knacki erstmal etwas zum Einstimmen und vor allem adaptieren. Bis zur letzten Sekunde war ich mir noch nicht sicher ob ich den 12 Ender ins Auto packe oder doch lieber Nox (8 Zoll), letzter war lange nicht mehr draussen und ausserdem sollte die Gx ja möglichst nah an der Beschreibung im Forum beobachtet werden, also fiel die Wahl auf 8 Zoll.



Zum Start nahm ich erstmal den Bleistift in die Hand um ein wohlbekanntes Objekt zu Papier zu bringen (möglichst schnell bevor sich das Papier unter meinen Händen auflöst bei der Nässe!): M13... Da habe ich mich lange vor gescheut und es ist auch nicht so prickelnd gelungen, aber gut - mieser Himmel, nicht gerade hohe Vergrößerung, zum Wiedereinüben vieleicht gar nicht so schlecht ;)



Nach einer guten halben Stunde fühlten sich meine Augen nun langsam bereit also nix wie ran an die Aufsuchkarten und die Galaxie aufsuchen. Gleich vorweg: Das Auffinden ist kein Akt, dank heller Sterne von Herkules die ganz in der Nähe liegen kommt man mit einer guten Karte sicher ans Ziel. Aber man darf nicht erwarten, dass einen die Galaxie anspringt, weder in der Übersichtsvergrößerung noch bei bereits höheren (zumindest nicht mit 8" bei diesen Bedinungen, mit 12" werde ich sie natürlich bei Gelegenheit nochmal besuchen). Dank der Karten war ich aber schon zügig im Zielgebiet und konnte wichtige Sternkonstellationen ausmachen die mich dann auch zur Galaxie leiteten. Einen Moment dauerte es schon, dann aber schälte sich ein unförmiges Etwas zwischen meinen Zeigersternen auf. Nach einiger Zeit war die Galaxie indirekt dauerhaft zu halten und ein winziges Sternchen blitze dazwischen hervor, war mir aber nicht hundertprozentig sicher ob sich das Sternchen noch IN der Galaxie befindet oder leicht darüber liegt. Auch hier griff ich zum Bleistift, das tut besonders bei so Schwächlingen wirklich gut was die Erkennbarkeit angeht. Nach gut 20min war nichts mehr mit Raten oder Augenverbiegen, stellenweise ging sie nun auch direkt, aber die Galaxie blieb strukturlos, keine wirklich auffälliger Kern o.ä. 


>>Download Aufsuchkarten<<

Nach dieser Zeichnung ließ ich den Abend schon langsam ausklingen, schaute noch mal beim ein oder anderen Standardobjekt mit dem 8er vorbei und begann viertel nach Zehn mit dem Verstauen, der Mond sollte ohnehin bald über den Berg kriechen, die Aufhellung war schon etwas zu sehen.

Fazit: Kurz, sicher weit von optimal entfernt, aber glücklich wannimmer sich auch nur eine Handbreit Himmel über mir auftut :)

>>Sebls Galaxie - Wettlauf gegen den Mond<<

Freitag, 6. September 2013

BB vom 06.09.2013

Ort: Bleidenstädter Heide
Uhrzeit: 22:45 bis 23:25
Wetter: diesig, leicht bewölkt, Zenit frei
GG: ? 5,x

Wirklich rechnete ich nicht mehr den Abend noch nutzen zu können, den ganzen Tag schon hatten sich Wolken von Westen her gebildet und auch die Wetterprognosen prophezeiten eher eine wolkige, gar nasse Nacht. Allerdings kam am Mittag eine neue Optik mit der Post an, das TS 20x80 Triplet Bino ;)

Der Himmel war doch nur leicht bewölkt und ich konnte gar nicht anders als dem Glas wenigstens ein kleines Firstlight zu geben. In drei Minuten war ich auf meinem Feldweg und das Bino wurde geschwind auf das Dörr Stativ gesattelt, hält es doch recht gut, kein übermäßiges wackeln und gutes Schwenken ist möglich, allerdings ist mir schon klar, dass hier mittel- bis kurzfristig eine Binomount zusammengeschustert werden, das ist einfach bequemr, nicht nur vom Schwenken her...

Als Fernglassammler aber eher leidlicher Zweiaugengucker habe ich zwar etliche kleinere Ferngläser zu Hause und nehme auch oft eins mit, aber so richtig den Zugang zum beidäugigen Sehen habe ich noch nicht gefunden, was ich aber durch die 2x80mm gesehen habe, hat mich stellenweise schon umgehauen. Die Gläser wurden vom Vorbesitzer vorzüglich justiert (und eine Anleitung hat er auch noch beigelegt) und das Bild ist klar, hell und scharf. Die 20-fache Vergrößerung gepaart mit 4mm AP zeigen schon enorm viel, prinzipiell ist nur wenig Unterschied zum Heritage bei eben jener Vergrößerung auszumachen, natürlich ist das Bild dort heller, aber was Details heller Objekte angeht - das gibt sich nicht wirklich was, der Vorteil liegt natürlich in der variablen Vergrößerung...




M81/82 waren das erste Objekt des Tests, das Anpeilen ging zunächst solala, aber als ich einfach alle Klemmen gelöst habe und das FG geschwenkt habe als hätte ich es in den bloßen Händen hat es zügig geklappt, noch ein Grund für die Binomount die das wesentlich effizienter umsetzt. h+x waren eine wahre Wonne, Strukturen im Inneneren des Sternhaufens und eine sehr schöne Sternabbildung. M31 litt natürlich unter dem Siff aber mit dem großen Feld genau das richtige Objekt für diese Optik. M13 überrascht mich mit einer im Fernglas ungewöhnlichen Strukturierung, gemottelt und mit seiner charakteristisch ausgreifenden Form. M27 war ebenso als solcher zu erkennen. Der Kleiderbügelhaufen passt hervorragend ins Gesichtsfeld, ebenso wie der tiefstehende M45. Der Eulenhaufen NGC 457 war trotz niedriger Vergrößerung in seiner Form voll erfassbar, das hat mir natürlich auch noch kein Fernglas vorher geleistet.

Vorläufiges Fazit: Mit diesem Teil werde ich noch eine Menge Spaß haben, ein großes Fernglas fehlt mir noch eindeutig in der Sammlung, nun stellt sich nur noch die Frage wann ich Zeit finde einen passenderen Unterbau zu zimmern, doch der (meist) regnerische Herbst steht ja vor der Tür, da sollte das schon klappen ;)

BB vom 05.09.2013

Ort: Bleidenstädter Heide
Uhrzeit: 22:10 bis ca. 1:00 Uhr
Wetter: klar
GG: ~6m

Nach der gestrigen Nacht war ich eigentlich bei weitem zu müde um heute nochmal den Himmel geniessen zu können. Das tat mir schon weh, aber weniger als 3h Schlaf und die Aussicht am nächsten Tag zur selben Zeit aufstehen zu müssen haben mich dann schweren Herzens doch davon überzeugt, dass ich heute einfach mal ein paar Stunden nachzuholen habe. Gegen halb neun knackte ich also gemütlich auf der Couch ein um etwa viertel vor zehn wieder wach zu werden, nunja noch immer weit davon entfernt ausgeschlafen zu sein, aber es nagte an mir, den mindestens genauso guten Himmel sausen zu lassen. Eine längere Autofahrt (vor allem die Rückfahrt!) wollte ich mir aber lieber nicht mehr antun, also ging es in wenigen Minuten zu meinem Haushügel. Da ich die Telradbasis vom 12er noch nicht reparieren konnte habe ich kurzerhand den 8"er ins Auto geladen und war in 3min vor Ort.

Ein großartiges Programm wollte und konnte ich heute nicht aufbringen, aber es war schon lange her, dass ich das letze Mal mit dem guten alten 8"er auf dem Acker stand, also durfte sich der Spiegel (und damit auch ich) wieder an einer Reihe von schönen Standardobjekten erfreuen. Natürlich interessierte es mich auch brennend ob der Egg-Nebula, den ich am Vortag zum ersten Mal beobachtet hatte auch mit 8" f/6 geht, erwartungsgemäß war das kein Problem, er zeigte sich auch recht ähnlich wenngleich ich mit der Vergrößerung etwas unter der vom Vorabend blieb, das nächste Mal will ich versuchen ob auch 5" schon zum Ziel führen.

Der Abend war kurzweilig und langsam wie auch mein Hirn ;) Besonders hängen blieb mir eine unangenehme Sache: Der Kontrast im 8"er ist dem im 12er leider merklich vorraus, woran es genau liegt? Ich nehme an aus einer Kombination aus dem besseren Streulichtschutz des Volltubus, gepaart mit dem leider elendich versifften Hauptspiegel von Hypatia... an beidem ist jetzt nicht in zwei Tagen nix zu ändern, aber es nagt schon an mir, der OAZ (der sicher nur untergeordnet was damit zu tun hat) wird aber am 12er schnellstmöglich mattiert!

Donnerstag, 5. September 2013

BB vom 04.09.2013

Ort: Laufenselden
Zeit: 21:20 bis 3:00 Uhr
Wetter: wolkenlos, schwankende Transparenz
GG ~6m (zenitnah) SQM-L 21,09 mag/arcsec²

Schon am Vortag liebäugelte ich mit dem Rausfahren, aber die Transparenz sah derart mies aus, dass trotz wolkenlosen Himmels kaum Sterne zu sehen waren, heute sollte sich das doch merklich ändern.

Nachdem ich nur um einen knappen Meter an saftigem Rehgulasch mit Wacholderblättern vorbeigerauscht bin (so knapp wars noch nie!) kam ich an und eine gesellige Runde stellte sich gerade auf die Nacht ein. Matthias, Ronald, Oliver und Stefan waren bereits da, Armin stiess später noch hinzu.

Heute sollte meine "Neuerwerbung" in Form eines Bresser Galaxia 114/900 mal etwa Licht empfangen um zu schauen was der kleine Dackel so kann, optisch war auch wirklich nichts auszusetzen, mit dem 32mm Plössl und dem 10mm RK konnte man schon etliche Standards vernünftig beobachten, ein zum Teil aufgelöster M13 gehörten ebenso dazu, wie M57 und ein paar Sternhaufen. Optisch hatte ich auch nichts anderes erwartet, die Mechanik lässt aber wie erwartet viel Raum für Kritik, extremes Wackeln macht das Fokussieren schon bei 90x zum Geduldsspiel, der OAZ ragt in den Strahlengang, die Justageschrauben werden von viel zu schwachen Federn (nicht) gehalten, die FS-Streben sind daumendick (Hyperbel...) und die Montierung ist so nett sie auch ausschaut etwas schwachbrüstig. All das war mir vorher klar, was auch der Grund für das Gerät war (Einsteiger eben nicht nur die Dobsons zeigen sondern auch das Kontrastprogramm was einen eben so zwischen 100 und 250€ erwartet). Die einzige "Tuningmaßnahme" die ich schon durchführen musste waren zwei Muttern für die Rohrschellen, die liessen sich einfach ohne nicht fest genug zudrehen!



Der Himmel zeigte sich zu Beginn wirklich vielversprechend, leider brach die Transparenz doch soweit ein, dass man es wahrnehmen konnte, insbesondere in Richtung Rhein-Main-Gebiet erhob sich die Lichtglocke durch die siffige Luft bald doppelt so hoch wie ich das eigentlich gewohnt bin, aber sei es drum, der Zenit war mehr als brauchbar. 

Nach dem Testlauf mit dem 4,5"er ging es auf die Suche nach einem schon länger vorbereiteten Objekt. Ich stolperte vor einiger Zeit über ein Amateurfoto und musste das Ding einfach aufnehmen, schon allein weil ich diese Objektklasse noch nie gesehen habe! Vom "Egg-Nebula" liest man mithin auch immer wieder in visuellen Berichten und nach dem Lesen einiger Berichte steht fest: Das Teil ist sogar echt hell! In meinem Triatlas war der Nebel als IV Zw 67 eingetragen ein anderer Name der bei der Recherche hilft ist PK 080-06 1. Es handelt sich hierbei um einen bipolaren protoplanetarischen Nebel, also einen PN der erst vor "kurzem" seine Abstoßungstätigkeit aufgenommen hat. Interessant ist dabei die Tatsache, dass er dadurch noch überhaupt nicht auf Filter anspricht wie ja sonst bei PNs üblich sondern eigentlich ein Reflexionsnebel ist. Mit CNebX hatte ich mir vier Karten in unterschiedlicher Zoomstufe ausgedruckt, jetzt muss ich erwähnen, dass technisch an dem Abend eine Menge schieflief :D Meine Telradbasis schien mir daheim mal wieder unbemerkt vom Hut gefallen zu sein, meine stümperhaften Versuche das Teil ohne Basis mit Tape zu befestigen waren nicht so richtig von Erfolg gekrönt. Mein Hut ist so niedrig, dass der Telrad ohne Basiserhöhung nicht wirklich gerade dazwischen passt. Dadurch war er partout nicht auszurichten weil er zu schepp und labberig befestigt war, aaaaber wurscht, musste ich halt gut 2° rechts-oberhalb des gewünschten Objekts peilen... Lange Rede gar kein Sinn, nach ziemlicher Rührerei und etwas Frust über die nicht tief genug eingestellte Aufsuchkarte habe ich es dann einfach ohne Starhopping sondern durch direktes Anpeilen der Stelle (etwa 1/3 Strecke zwischen 65 Cygni und Gamma Cygni) versucht und die im DSS Foto und der höchstvergrößernden Aufsuchkarte Sternenkonstellation tatsächlich identifizieren können. Der PPN ist dabei sofort auffällig zu sehen wobei er in der Übersichtsvergrößerung nicht ohne weiteres von einem Stern zu unterscheiden ist, aber eine leichte Unschärfe macht den Beobachter doch schnell auf sich aufmerksam. Durch Erhöhen der Vergrößerung wir er dann zu einem wirklich interessanten und gar nicht so schweren Objekt. Der Könnte man ihn bei niedrigeren Vergrößerungen bis etwa 100-fach noch für einen engen Doppelstern halten, ist der bipolare Charackter bei knapp 190-fach schon gut zu erkennen, indirekt verlängeren sich die beiden voneinanderwegstrebenden Teile sichtbar. Wenn ich dann eines nicht mehr allzufernen Tages mit einer EQ-Plattform ausgerüstet sein werde, ist das ein Objekt, dass aufgrund seiner Helligkeit in jedem Fall nochmal mit Vergrößerungen um die 300x beobachtet werden muss. Zum Schluss noch eine Skizze die ich aus dem Gedächtnis angefertigt habe, nicht sonderlich akkurat, soll nur die Lage zu einer recht markanten Sterngruppe in der Nähe zeigen.


An Olivers 14"er konnte ich dann zum ersten Mal einen Blick auf Armins neues Schätzchen, ein Ethos SX mit unglaublichen 110° Gesichtfeld werden, wow - und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommen von irgendwo nochmal 10° her :D Schon hochgradig beeindruckend, M15 bei über 300x mit MASSIG Feld aussenrum, ist kein Mist was die da produziert haben und da kommen auch meine Augen an die Grenzen wo ich den Rand noch irgendwie bewusst wahrnehme.

In Olivers Dobson schauten wir uns danach noch Jones 1 und den mir bis dahin unbekannten Abell 2 in Cassiopei an, nicht gerade eine Leuchte, auch mit [OIII] ist indirektes sehen angesagt, aber er liegt hochgradig exponiert in Cas und ist vom Aufsuchen her ein erschreckend leichtes Objekt, werde ich demnächst nochmal mit dem 12er versuchen, sollte auch dort noch gut gehen.



Danach gönnte ich mir noch eine Runde Fernglas auf der Isomatte und schwenkte noch zu diesem und jenem Standardobjekt. War die Milchstraße zu Beginn der Nacht noch umspannend und vor allem im Süden bist zum Horizont (bzw. Baumkronen in 4° Höhe) zu sehen, war inzwischen so viel Siff unterwegs, dass das nur noch bis ~10° möglich war, ein Blick auf die Uhr sagte uns dann auch, dass es höchste Zeit zum Abbau war, mussten doch einige ohnehin mit nur noch drei Stunden Schlaf auskommen. Auch wenn die Nacht wie so oft hinter den Möglichkeiten des Platzes zurückblieb war sie doch entspannend und mit zwei neuen Objekten auch richtig inspirierend. Auf der Heimfahrt war dann der Orion schon komplett über dem Horizont, den hebe ich mir aber noch etwas auf...